Ein stilles Problem
Einsamkeit im Alter ist weit verbreitet. Der Partner ist verstorben, Freunde werden weniger, die Kinder wohnen weit weg und die Mobilität lässt nach. Viele ältere Menschen sprechen nicht darüber, weil sie niemandem zur Last fallen möchten. Doch Einsamkeit wirkt sich auf die Gesundheit aus und kann Niedergeschlagenheit, Schlafprobleme und Vergesslichkeit verstärken.
Warnzeichen erkennen
Achten Sie auf Veränderungen. Zieht sich Ihre Mutter oder Ihr Vater zurück, verlässt kaum noch die Wohnung oder vernachlässigt Hobbys, kann Einsamkeit dahinterstecken. Auch häufige Anrufe, ein nachlassender Appetit oder eine ungepflegte Wohnung sind mögliche Hinweise.
Was Angehörige tun können
Regelmäßiger Kontakt hilft, auch wenn er kurz ist. Ein fester Telefontermin gibt Struktur und Vorfreude. Schreiben Sie Karten, schicken Sie Fotos der Enkel oder richten Sie Videoanrufe ein. Wenn Sie in der Nähe wohnen, planen Sie gemeinsame Unternehmungen, die nicht nur aus Erledigungen bestehen.
Ermutigen Sie zu Kontakten im Ort, etwa im Seniorentreff, in der Kirchengemeinde oder im Verein. Oft ist der erste Schritt der schwerste, und Begleitung beim ersten Besuch kann viel bewirken.
Unterstützung von außen annehmen
Niemand kann alles allein schaffen. Eine Alltagsbegleitung, die regelmäßig vorbeikommt, schenkt Gesellschaft, geht spazieren und bringt neue Impulse. Ab Pflegegrad 1 kann das über den Entlastungsbetrag der Pflegekasse bezahlt werden. Viele Seniorinnen und Senioren blühen durch feste Besuche regelrecht auf.
Angebote im Kreis Düren
Im Kreis Düren gibt es Seniorenbegegnungsstätten, Besuchsdienste der Kirchengemeinden und Angebote der Wohlfahrtsverbände. Informationen erhalten Sie bei der Pflegeberatung des Kreises. Wenn Sie eine feste Begleitung wünschen, sprechen Sie uns gern an.

